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Caspar David Friedrich floh 1813 nach Krippen und nahm 25 Skizzen mit

Caspar David Friedrich floh 1813 nach Krippen und nahm 25 Skizzen mit

Im Frühjahr 1813 war Dresden Napoleons Hauptstützpunkt in den Befreiungskriegen. Wer konnte, ging weg. Caspar David Friedrich, damals achtunddreißig, ging nach Krippen und kam bei seinem Freund Friedrich Gotthelf Kummer unter. Er blieb bis in den Herbst.

Was er in diesen Monaten machte, war nicht malen, sondern schauen und zeichnen. Fünfundzwanzig Skizzen entstanden rund um Krippen, gesammelt in dem, was heute als Krippener Skizzenbuch bekannt ist. Felsformationen, Bäume, Grate, Lichtsituationen. Kein einziges fertiges Bild, nur Material.

Das Material tauchte später wieder auf. Der Wanderer über dem Nebelmeer entstand 1818, Zwei Männer in Betrachtung des Mondes 1819. Beide Bilder hängen heute in Hamburg und Dresden, und beide tragen Felsen in sich, die hier stehen. Wer das weiß, geht anders durch die Gegend.

Friedrich war nicht der Einzige. Adrian Zingg und später Ludwig Richter arbeiteten in derselben Landschaft. Richter malte 1823 den Blick von der Ostrauer Scheibe auf Krippen, fast vom selben Standort aus, von dem Friedrich zehn Jahre zuvor seinen Blick auf Krippen gezeichnet hatte. Zwei Bilder, ein Motiv, ein Jahrzehnt dazwischen.

2024 wäre Friedrich 250 Jahre alt geworden. Das Gedenkjahr brachte große Ausstellungen in Hamburg, Berlin und Dresden. In der Sächsischen Schweiz brachte es etwas Handfesteres: den grundlegend neu gestalteten Caspar-David-Friedrich-Weg zwischen Krippen und Schöna, gemeinsam gemacht von der Stadt Bad Schandau, der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna, Sachsenforst und dem Tourismusverband.

Schon im November 2023 bekam Krippen sein eigenes Denkmal. Am Bächelweg steht seither eine Sandsteinsäule von Steinmetzmeister Jan Lorenz, mit zwei Reliefs: einem Porträt Friedrichs und dem Wanderer. Die Idee kam von Gerd Englick, früher Schulleiter und Ortsvorsteher. Die Säule markiert den Start des Wanderwegs.

2025 folgte die Bestätigung von außen. Über 46.000 Menschen stimmten beim Wandermagazin ab, und der Caspar-David-Friedrich-Weg gewann in der Kategorie Tagestouren den Titel Deutschlands schönster Wanderweg. Für Sachsen war es der erste Sieg nach achtzehn Jahren.

Der Weg beginnt hundert Meter von unserer Haustür. Wie er sich läuft, welche Abkürzung sich lohnt und wo die zwölf Infotafeln stehen, haben wir in einem eigenen Beitrag über den Caspar-David-Friedrich-Weg aufgeschrieben.

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